Deichmann

deichmannDeichmann Schuhe stehen für gute Qualität zu günstigen Preisen. Seit gut 100 Jahren existiert nun schon das Deichmann Unternehmen und gilt mittlerweile als größter Schuhhändler in Europa. 2900 Filialen sind auf der ganzen Welt verteilt. Nun soll auch der Markt in China erobert werden.

Angefangen hat alles mit einer kleinen Schuhwerkstatt in Essen Borbeck, die Heinrich Deichmann 1913 gründete. Schon früh in moderne Maschinen zwecks Schuhreparaturen investiert. Die Investition rentierte sich bald: 1919 verkaufte Heinrich Deichmann die ersten Schuhe aus seiner Fabrik im eigenen Laden. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs übernahm seine Frau das Geschäft, da Heinrich Deichmann viel zu früh verstarb. Hilfe bekam sie durch ihren 19 Jährigen Sohn Heinz-Horst, der 1945 verwundet aus dem Krieg zurückkehrte.

Deutschland war zerbombt, wohin man schaute sah man nur Trümmer und Ruinen. Das Material für die Schuherstellung fehlte an allen Ecken und Enden. Doch Not macht erfinderisch: Heinz-Horst fällte im Garten Pappeln, besorgte sich Fallschirmgurte und fertigte daraus mit Hilfe von Freunden Schuhe mit Holzsohle und einem Obermaterial aus harter Jute. Insgesamt produzierten sie 50.000 Paar. In der Nachkriegszeit wurde nicht auf Optik wert gelegt, sondern auf Nützlichkeit. Die Menschen waren froh, überhaupt Schuhe zu besitzen, sagte Erwin Freischlad, der das Unternehmen zusammen mit Heinz-Horst Deichmann aufbaute. Nachdem sich Deutschland langsam vom Krieg erholte, konnte auch Deichmann expandieren: Mit einer zweiten Filiale in Düsseldorf. Doch das Schuhgeschäft lastete Heinz-Horst Deichmann nicht aus. Er studierte an der Universität Bonn Theologie und Medizin. 1956 stieg er aber als mittlerweile promovierter Mediziner ganz ins Schuhgeschäft ein. Er wollte selbst entscheiden, wie es mit dem Schuhunternehmen Deichmann weitergeht. In Zeiten des Wirtschaftswunders entwickelte sich Deichmann zu einem wachsenden Konzern. Die Kaufkraft der Deutschen stieg wieder an. In den Achtzigern setzt Heinz Horst einen Trend aus den USA um, die “Rack Room”-Idee. Der Laden wird zum Schuhkartonlager, der Kunde bedient sich quasi selbst. Da Heinz-Horst zudem ein bekennender Christ ist, steht für ihn nicht der Kapitalismus im Vordergrund: Vor Gott sind alle Menschen gleich, es gibt keine Elite.

Angefangen mit Holzschuhen reicht das Produktsortiment bei Deichmann inzwischen vom hochwertigem Leder, über bequeme Sneaker für Sie & Ihn, hochwertige Kinderschuhe bis hin zu schlichten einfarbigen Stiefeletten und Stiefeln mit Strass-Streinchen. Stars wie das Model Cindy Crawford oder die Pussy Cat Dolls entwarfen schon Schuhkollektionen, die für die breite Masse erschwinglich sind. Marken wie Graceland, 5th Avenue oder Reebok sind nur einige Beispiele aus der vielfältigen Palette.

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