Wir haben ja schon mehr als einmal über unsere Umwelt, Müll und Upcycling berichtet. Für diejenigen, die mit letzterem Begriff trotzdem nichts anfangen können: Upcycling ist einer von vielen Wegen, Müll zu vermeiden. Ganz offensichtlich gibt es davon viel zu viel. Das, was eigentlich irgendwo als Abfall landet und unsere Umwelt verpestet, wird beim Upcycling als Grundlage zur Herstellung neuer Produkte verwendet. Und auch, wenn das erstmal komisch klingt: Das Endergebnis kann durchaus sehr, sehr schön sein. Das beweist das Designstudio Hattern, die sich einzig und allein auf Upcycling spezialisiert haben, der Wegwerfgesellschaft den Kampf ansagen und wunderschöne, neu-alte Produkte mit Mehrwert herstellen. Genau aus diesem Gedanken ist ihr neustes Projekt, Zero Per entstanden.

Der besondere Hingucker bei diesem Stuhl ist das lichtdurchlässige Harz, das in die spontan entstandenen Lücken des Holzes gefüllt wird. Außerdem wurde für den Zero Per eine Technik entwickelt, bei der nahe zu keine Verschneidungen entstehen. Außerdem besteht der Zero Per nur aus zwei Teilen – den Beinen, die aus der Amerikanischen Weißeiche hergestellt wurden und der Tischplatte, die mit Hilfe der Hybridholztechnik mit minimalstem Verschleiß angefertigt wird. Dabei werden die Abschnitte von den Beinen mit dem gehärteten Harz verfestigt und zu der oberen Platte als wesentliche Struktur des Stuhls umgeformt. Dadurch wird der aus dem Produkt entstandene Abfall auf nahezu null Prozent reduziert.

Jeder Stuhl wird nach dem Abflachen und Platzieren übrig gebliebener Wälder hergestellt und ist ein Produkt mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Eigenschaften. Die interessante Form von Wäldern und verschiedenen farbigen Kombinationen des lichtdurchlässigen Harzes werden den Verbrauchern neue ästhetische Schönheit präsentiert. Und natürlich ist jeder Stuhl ein handgefertigtes Unikat in zwei verschiedenen Ausführungen – einmal in der klaren und in der milchig/weißen Variente. Wir finden, egal welche Variante: Das sieht einfach richtig toll aus!

Hier gibt es übrigens auch noch mal tolle Bilder zum Entstehungsprozess von Zero Per. 

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