Love is in the air: Warum wir uns verlieben

Die Hormone spielen verrückt, die rosarote Brille sitzt fest auf der Nase und das Herz klopft schlagartig schneller: Sich zu verlieben, ist für viele wohl das schönste und gleichzeitig schlimmste Gefühl der Welt. Denn wer sich auf einen anderen Menschen einlässt, macht sich auch verletzlich. Warum wir uns alsin welche Person verlieben, wird sich wohl nie ganz klären. Einige Gründe für die gegenseitige Anziehung haben Forscher aber gefunden.

Hormoncocktail sorgt für Schmetterlinge im Bauch

Die Ursache für das Dauergrinsen in der ersten Phase des Schmachtens ist ein Hormoncocktail aus Oxytocin, Vasopressin, Serotonin, Noradrenalin und Dopamin, Östrogen und Testosteron. Nicht nur wenn es funkt, sondern auch bei Liebeskummer nach einer Trennung fahren die Hormone Achterbahn: Noradrenalin beispielsweise spielt beim Ver- und Entlieben eine wichtige Rolle. Leiden wir unter Herzschmerz, produziert der Körper für kurze Zeit Adrenalin, das dann aber vom Stresshormon Cortisol abgelöst wird. Zusätzlich stellt der Organismus weniger Dopamin her, das auch als Glückshormon bekannt ist. Wer von einer Trennung träumt, muss sich keine Sorgen machen: Folgt man der Traumdeutung von Trennungen im Magazin von Viversum, kann dies auch auf Verlustangst hindeuten.

Ob aus einer Schwärmerei Liebe wird, darüber entscheiden Oxytocin und Vasopressin. Sie werden auch Kuschelhormone genannt und sind für Vertrauen, Treue und langfristige Bindungen verantwortlich. Je mehr Oxytocin also am Anfang beteiligt ist, desto stärker wird die emotionale Bindung zwischen Frischverliebten – auch wenn nach der ersten Schwärmerei die hohe Hormonaktivität wieder abebbt. Die Wissenschaft experimentiert bereits mit sogenannten „Liebesdrogen“ – also mit synthetisch erzeugten Botenstoffen, die das Sexualverhalten und die Beziehung beeinflussen können.

3 Gründe, warum wir uns verlieben

Der Geruch

„Man muss sich gut riechen können“ – in dieser Redewendung steckt mehr als ein Körnchen Wahrheit. Denn Liebe geht tatsächlich durch die Nase, wie verschiedene Studien zeigen. Wissenschaftler an der TU Dresden konnten etwa nachweisen, dass Paare, die beim Kennenlernen auf den Körpergeruch des anderen achteten, später zufriedener sind.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Gegensätze ziehen sich an? Von wegen! Denn meistens entscheiden wir uns für jemanden, der aus dem gleichen sozialen Milieu kommt wie wir und von dem wir denken, dass er unseren Musikgeschmack oder unsere Vorlieben bei Sport und Essen teilt – daher lernen wir unseren Partner in Spe auch meist bei der Arbeit oder durch den gemeinsamen Freundeskreis kennen. Entscheidend ist laut Studien aber nicht die tatsächliche, sondern die gefühlte Ähnlichkeit.

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Aussehen und Körpersprache

Da verwundert es auch nicht, dass Verlieben eine Typfrage ist: So suchen sich vor allem Frauen unterbewusst immer wieder jemanden aus, der in seinem Aussehen und Charakter dem Ex-Partner ähnelt. Wenn er dann noch beim ersten Treffen lacht, hat er gute Chancen, die Gunst der Frau zu gewinnen: Menschen, die viel gestikulieren, selbstbewusst und glücklich wirken, kommen beim anderen Geschlecht besser an. Wer seinen Schwarm von sich überzeugen will, sollte sich zudem rar machen: In einem Experiment fanden Forscher heraus, dass Frauen, die sich desinteressiert zeigten, bei Männern den Jagdinstinkt wecken.

Wer jetzt immer noch Angst hat, sein Objekt der Begierde nicht zu überzeugen oder keinen Gesprächsstoff zu haben, kann beim ersten Date diese 36 Fragen stellen, nach denen sich einer US-amerikanischen Studie zufolge wildfremde Menschen ineinander verlieben.

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