Renaissance

Die Epoche der Renaissance lässt sich in Früh-, Hoch- und Spätrenaissance gliedern und umfasst die Zeit von 1400 bis 1600. Als Grundlage idealisierter Kunst orientierte sie sich an der antiken Philosophie und belebte das antike Kulturinteresse der Griechen und Römer wieder. In den Werken kann man eine starke Zuwendung zur Natur beobachten – auch die Körperkultur war Thema der Epoche und äußert sich oftmals in Form von Nacktheit, um das Ideal paradisischen Zustands darzustellen. Nacktheit galt außerdem als Symbol ursprünglicher Schönheit. Künstler und Forscher entdeckten die Wissenschaft und interessierten sich für Mathematik, so staunten sie über die menschliche Anatomie und lernten Räumlichkeit und Perspektive darzustellen. Bewegung, Mimik, Gestik und Psychologie weckten neben religiösen Themen ein starkes Interesse am menschlichen Körper. Ein humanistisches Weltbild entstand – Gesetzmäßigkeiten und Regelwerke wurden verfasst, um idealistische Vorstellungen festzuhalten. Als Übergang zur Neuzeit und Vorstufe der Aufklärung wendete sich die Renaissance vom Mittelalter ab und setzte den Fokus auf vernunftbetonte Handlungen als Themen.

Künstlerstellung
Der Künstler dieser Epoche gewann an Auftragsgebern deutlich dazu und malte nicht mehr bloß für kirchliche Zwecke. Bedeutender Investor in Kunst und Kultur war beispielsweise die Familie Medici aus Florenz. Der Künstler selbst gewann hohes Ansehen und befreite sich aus der Handwerkstradition. Er sah sich nun als Genie – als scheine durch ihn das Ideal Gottes und als schöpfe er auf direktem Wege Kraft aus der göttlichen Erleuchtung.
Bedeutende Künstler waren beispielsweise Tizian, Donatello, Michelangelo, Dürer, Da Vinci, Botticelli und Raffael.

Typische Darstellungsformen
Naturalistisch bis idealistisch erscheint die Welt auf den Malereien der Renaissance. Ideale Proportionen, harmonische Lichter, feine, stark naturalistische Farben und eingeteilte Bildflächen stellen Körper meist aus zentraler Perspektive in einer ruhigen, frontalen Haltung (en face) dar. Innerbildliche Kreis- Halbkreis- und Dreiecksformen stützen den oftmals symmetrischen, ausgewogenen Bildaufbau.
In der Bildhauerei ist die Renaissance überwiegend mit Standfiguren im klassischen Kontrapost vertreten. Nackte, durchmodellierte Körper mit Idealproportionen fanden ihren Weg zu dieser Zeit auch zunehmend als Freiplastik auf öffentlichen Plätzen, wo sie von allen Seiten gründlich betrachtet werden konnten.
Architekten orientierten sich in ihren Grundrissen an einfachen geometrischen Formen wie Kreis oder Quadrat. Bauelemente wie Säulen, Pilaster, Kapitelle und Dreiecksgiebel entnahmen sie der Griechischen Antike, die sogenannte toskanische Säule entlehnten sie ihren Vorfahren der Römischen Architektur.

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Botticelli

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Da Vinci

raffael

Raffael

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Michelangelo

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Stefan Bauer via wikimedia

Fotos:
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