Minimalismus als Einrichtungsstil

Weniger ist mehr – dieser Grundsatz gilt für vieles im Leben. Ob die Gläschen Wein am Wochenende oder die Tüte Chips am Abend auf der Couch … Naja, ab und an darf man ruhig ein bisschen Schummeln. Mittlerweile hat sich der Minimalismus zu einem echten Trend entwickelt. Immer mehr Menschen wollen durch Verzicht ein freies, einfaches und glückliches Leben führen. Denn in einer immer komplexer werdenden Welt, wächst die Sehnsucht nach Einfachheit.

In der Kunstgeschichte tauchte der Begriff erstmals 1965 als Überbegriff für die Werke einer Gruppe amerikanischer Künstler auf. Skulpturen von Donald Judd, Carl Andre und Frank Stella bestanden lediglich aus einfachen geometrischen Grundformen wie Kuben, Kegeln oder Zylindern. Klare Linien und Formen erzählten keine Geschichten und stellten keine Symbole dar. Die sogenannte „Minimal Art“ entwickelte sich immer weiter und fand Beachtung in Architektur und Design. Mittlerweile hat sich die Kunst des Weglassens ebenfalls als Wohnstil etabliert und zählt zu den Beliebtesten dieser Zeit.

Klare Linien und schlichte Farben

Beim Einrichten der Zimmer setzt der Minimalist auf gezielt ausgewählte Elemente. Überflüssiges bleibt erspart. Diese Vorgehensweise schafft Übersicht und eine klare Harmonie. Einfache geometrische Formen in Kombination mit verschiedenen Oberflächen zeichnen den Wohnstil aus. Auf diese Weise können auch kleinere Räume minimalistisch gestaltet werden und optisch größer wirken. Einfarbige Wände, klare Linien, sparsame Dekoration und schlichte Farben wie Schwarz, Weiß oder Grau wirken minimalistisch. Die Räume sind vorzugsweise hell, weitläufig und bieten so den optimalen Hintergrund für die zentralen Möbelstücke der Wohnung.

Wie sieht es mit Dekoration aus?

Der Grundsatz „Weniger ist mehr“ sorgt ebenso für Zurückhaltung in der Auswahl der Dekoration. Dennoch können besondere Einzelstücke den Raum optisch aufpeppen, sodass dieser nicht kühl wirkt. Bevorzugt sind großformatige Bilder, Stehlampen oder schicke Pflanzen. Auch hier sollten Farben eher dezent gewählt werden. Ein optimal gesetzter Akzent wirkt schöner, als ein Wirrwarr an unterschiedlichen Farbkontrasten.

 

 

Die Wirkung auf den Geist

In einer Zeit in der Stress zur Gewohnheit geworden ist, tut es gut am Ende des Tages eine klar strukturierte Wohnung zu betreten. Der Verzicht hat einen positiven Nebeneffekt: Die äußere Ordnung führt zu innerer Ruhe. Der Geist fokussiert sich auf das Wesentliche und ist nicht von Überflüssigem abgelenkt. Die Konzentration wird geschärft. Als Minimalist geht es nicht darum, nichts mehr zu konsumieren, sondern bewusster einzukaufen. Neuanschaffungen sollen möglichst lange halten, ein schickes Design aufweisen und funktional sein. Der minimalistische Wohnstil sieht also nicht nur elegant aus, er sorgt ebenso für den richtigen Wohlfühl-Effekt.

 

 

 

 

 

Bilder via Pinterest (1, 2, 3, 4)

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