Kuckucksuhren aus Waschbeton

Cuckoo Blocks –  Dein Block jetzt auch als Kuckucksuhr

Was zum Kuckuck, sollte man da sofort denken. Kuckucksuhren sind doch mal mindestens genauso traditionsbehaftet und im deutschen Kulturgut verankert wie der Gartenzwerg. Und aus dem Schwarzwald müssen sie kommen und entsprechend aussehen. So war es zumindest bisher. Geht doch die Geschichte der Kuckucksuhr bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Aber diese Geschichte muss nun umgeschrieben werden.

Der Frankfurter Künstler Guido Zimmermann hatte die Idee zu seinen „Cuckoo Blocks“ , als er vor einigen Jahren auf einem Graffiti Jam am Ben-Gurion Ring, einem sozialen Brennpunkt der Stadt, auf einen Graffiti Jam eingeladen war.

©  by Guido Zimmermann

 

Die hässliche Hochhaus Kulisse gab ihm spontan die Eingebung, einen ‚Asi-Kuckuck‘ zu entwerfen. Normalerweise eher mit Skulpturen beschäftigt, liess ihn die Idee nicht mehr los, bis er eine Alte Kuckucksuhr bis auf das Uhrwerk auseinandernahm und seine Vorstellung des Asi-Kuckucks umsetzte. Das Feedback seiner Kollegen war so gut, dass er sich ermuntert fühlte, weiterzumachen, hatte er ja niemals damit gerechnet, dass seine Idee der Umsetzung des Inbegriffs deutscher Spießigkeit auf solchen Anklang treffen würde. Da eher auf häßliche Architektur steht, finden sich in seinen Werken auch entsprechende Umsetzungen. Das Glenkerry House in London von Ernö Goldfinger und über eine Felsen hängende Hotel von Marcel Breuer im französischen Skiort Flaine wurden zur Inspiration und entsprechend umgesetzt.

© by Guido Zimmermann

Auch die klassische Berliner Platte blieb von seiner Schaffenskraft nicht verschont. Die Nachfrage nach seinen Werken ist inzwischen so groß, dass er Leute anstellen müsste, um ihr gerecht zu werden. Aber Guido Zimmermann ist Künstler. Er hat zwar noch einige Ideen in petto, die er gerne als Kuckucksuhr moderner Machart sehen würde, allerdings fehlt ihm die Zeit. Es gibt zu viele andere Projekte, mit denen er beschäftigt ist. Vielleicht solltet ihr mal seine Webseite besuchen und bei Gefallen die eine oder andere Uhr anfragen. Vielleicht überlegt er es sich ja nochmal anders. Wenn ihr up-to-date bleiben wollt, was seine Werke und Ausstellungen betrifft, besucht ihn doch einfach auf seiner Facebookseite oder bei Instagram und werdet Fan.

In diesem Sinne: Kuckuck

 

 

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