Design – eine Einführung

Design bedeutet auf Deutsch Gestaltung und definiert die Gestaltgebung und die sich daraus ergebende Form eines Gegenstandes. Es beinhaltet eine Vielzahl von Aspekten und geht über die äußerliche Gestaltung eines Objektes hinaus. Die Auseinandersetzung des Designers mit der Funktion des Objektes sowie die Interaktion mit dem Benutzer spielt ebenfalls eine Rolle.

Design beschäftigt sich mit allen bewusst gestalteten Eigenschaften eines realen oder virtuellen Objektes, einer Dienstleistung oder Marke. Es wird demnach als eine Applikation oder Zusatzleistung verstanden, die weitestgehend ästhetischen Regeln zu folgen hat. Design orientiert sich stets am Menschen und seinen unterschiedlichen Bedürfnissen – von psychischen Bedürfnissen bis hin zu denen des Verstandes an die Umwelt. Design setzt sich vor allem mit den Interessen jener Gruppierungen und Menschen auseinander, denen es letzlich dienen soll. Im Gegensatz zu der Kunst erfüllt Design stets eine Funktionalität.

Das Konzept eines Designers beinhaltet bereits erste Ideen zur Beschaffenheit eines Systems oder Objekts. Dabei wählt der Designer die Mittel aus, die sich als geeignet ergeben und kombiniert diese systematisch. Da der menschliche Körper vor allem über die Sinne mit der Umwelt interagiert, muss jedes Design sowie physisch als auch räumlich werden – letzlich ein Objekt, das auf den Körper einwirkt und von den Sinnen erfasst werden kann. Demnach erscheinen Designobjekte zuerst in Form einer Gestalt, die in der Konkretisierung definiert wird und letzlich in die Umwelt integriert wird.

Die Aufgabe eines Designers beinhaltet ästhetische, funktionale, ökonomische, wie auch soziale und moralische Anliegen bei der Entwicklung eines Objektes. Bei der Gestaltung werden zahlreiche Aufgabengebiete übernommen und Einblicke in Technologie, Elektronik, Programmentwicklung, Bauteilgrößen, Industrienormen werden beachtet. Gestalterische Fähigkeiten, Aspekte der Farbgebung, Ergonomie und Kundenwünsche sowie die kaufmännischen Gesichtspunkte gehören zu den Aufgaben eines Designers.

Die Funktionen von Design lassen sich kaum katalogisieren, schließlich gibt es ebenso viele Funktionen wie menschliche Bedürfnisse und Individuen. Die spezifischen Funktionen lassen sich in praktische, formal-ästhethische und Anzeichen- und symbolische Funktionen einteilen. Während sich die praktischen Funktionen auf die physischen Eigenschaften von Gebrauchsgegenständen beziehen, beinhalten die formal-ästhetischen Funktionen besonders ästhetische Aspekte. Die Anzeichenfunktionen bezeichnen die Elemente eines Objektes, die auf dessen Funktion, Eigenschaften und Gebrauch verweisen. Die symbolische Funktion bezieht sich auf die Position und Bedeutung eines Gegenstandes innerhalb einer Gesellschaftssituation.

Design lässt sich in zahlreiche Disziplinen einteilen, die nach genutzten Medien oder Funktionen unterschieden werden. Für jedes einzelne Gebiet gibt es einflussreiche Designer, die die entsprechende Entwicklung prägten. Im Folgenden werden einige Designdisziplinen aufgeführt und erläutert.

Die Architektur befasst sich mit der Auseinandersetzung von Menschen mit gebautem Raum. Das planvolle Entwerfen, Gestalten und Konstruieren von Bauwerken ist dabei der zentrale Inhalt. Es definiert die Gesamtheit aller Bauwerke mit den Aspekten künstlerischer Gestaltung, die über die Erfordernisse des reinen Zwecks oder der Wirklichkeit hinausgehen. Die Konstruktion eines Bauwerkes ist abhängig von natürlichen und kulturellen Ideen, Vorstellungen und Funktionen.

Bunker house

Architektur wird maßgeblich von Design bestimmt

 

Das Grafikdesign bezeichnet die visuelle Gestaltung der grafische Elemente enthaltenden schriftlichen und bildlichen Nachrichten unter Anwendung künstlerischer und technischer Mittel. Eine weitere Disziplin ist die Mediengestaltung, die die gestalterische Praxis, also den künstlerischen und designerischen Umgang mit neuen Medien umfasst. Mediengestaltung ist der Prozess einer ästhetischen Formgebung, bei dem die Medien sowohl Werkzeug als auch Werkstoff sein können.

Das Webdesign (auch Webgestaltung) umfasst als Disziplin des Mediendesigns die visuelle, funktionale und strukturelle Gestaltung von Websites für das Internet. Die technische Implementierung von Websites wird dagegen als Webentwicklung bezeichnet.

Das Produktdesign und Industriedesign befasst sich mit der funktionalen Entwicklung sowie der Formgebung industriell gefertigter Produkte. Dabei unterscheidet man zwei Arbeitsbereiche: Das Gestalten von Konsumgütern und das Gestalten von Investitionsgütern. Die Aufgaben des Designers umfassen je nach Betätigungsfeld die Formfindung, beispielsweise unter dem Aspekt der formalen Schlüssigkeit, der Fertigungsgerechtigkeit oder den Bedürfnissen einer Zielgruppe.

Unter Möbeldesign versteht man den Bereich des Produktdesigns, der sich mit dem Entwurf von Möbeln beschäftigt. Dabei werden gestalterische Aspekte unterschiedlicher Einrichtungsgegenstände beachtet. Die Absicht eines Möbeldesigners ist es, das Mobiliar nach funktionalen, ästhetischen und benutzertauglichen Aspekten zu entwerfen. Möbeldesign richtet sich nach allgemeinen Trends und Modethemen oder versucht Vorgaben für neue Trends oder Stilwandel zu liefern. Das Entwerfen von Möbeln ist ein dynamischer Prozess, der die Forschung und Entwicklung genauso einschließt wie den Werdegang vom Prototyp bis hin zum fertigen Möbelstück.

Foto:

www.annakrusch.de

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